Das Nasse Tal

Waldbrettspiel
Foto: M.Kodek

Das Nasse Tal ist unser Langzeitprojekt. Bereits 1967 wurden dort schon die ersten Nistkästen aufgehängt. Doch Vogelschutz bedeutet auch den Erhalt ihres Lebensraums und damit den Schutz der gesamten Tier- und Pflanzenwelt.

1971 konnte ein Pachtvertrag über eine Fläche von 16000m² mit dem ortsansässigen Forstamt abgeschlossen werden. Noch heute wird in Absprache mit Hessen Forst der Baumbestand gepflegt und ergänzt. Weiterhin erhalten wir das Totholz, das als Kinderstube für Käfer und Bienen dient.

Eichhöhrnchen
Foto: M.Kodek

Das Nasse Tal soll ganzjährig die Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt ermöglichen.

1968 wurde ein Teich angelegt. Dieser ist zeitgleich Tränke für Vögel und Säugetiere als auch Laichgewässer für verschiedene Frosch- und Krötenarten. Libellen und andere auf Wasser angewiesene Insekten legen dort ihre Eier ab. Außerdem nutzen Fledermäuse die freie Fläche und den Insektenreichtum zur Jagd.

Nicht nur den Vögeln werden Nistgelegenheiten angeboten. Auch für Fledermäuse, Bilche, Eichhörnchen und Mäuse gibt es Nistkästen. Eine Schlammgrube und eine Sandböschung bieten solitären Bienen die Möglichkeit ihre Brutröhren anzulegen. Hummeln können in künstlichen Höhlen einen Staat bilden. An besonnten Stellen wärmen sich Reptilien auf. Steinhaufen sind ihre Jagdgebiete. Die lichten Stellen mit krautigem Bewuchs werden von Schmetterlingen aufgesucht.

Winter im Nassen Tal
Foto: R. Ortwein

Auch im Winter finden Igel, Kröten, Insekten und andere Tiere Überwinterungsmöglichkeiten. Für diejenigen, die keinen Winterschlaf halten, haben wir mehrere Futterstellen angelegt.

Sitzgelegenheiten bieten die Möglichkeit die Tiere zu beobachten, ohne sie zu stören. Schautafeln dienen der Erklärung. Unsere Beobachtungshütte ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Informationsveranstaltungen. 

 

 

Das ganze Jahr werden die Einrichtungen instand gehalten. Im Frühjahr, vor der Brutzeit werden der Teich gereinigt und Hecken zurückgeschnitten. Die Reinigung der Nistkästen erfolgt im Herbst. Im Winter werden die Futterstellen regelmäßig aufgefüllt.